Stell dir einen Tag vor, an dem Deutschland endlich die Ketten sprengt, die es seit 1945 mit einem unsichtbaren, aber allgegenwärtigen Druck am Boden halten. Ein Tag, an dem der schlafende Souverän – das Volk – nicht mehr brav nickt, sondern die Fäuste ballt. Wir reden hier nicht von Schwarz-Rot-Gold-Bratwürstchen und Feuerwerk, sondern von einem kollektiven Erwachen, das den Teppich unter den Füßen derer wegzieht, die seit Jahrzehnten behaupten, es ginge ihnen um unser Wohl.
Deutschland ist der Gulliver unter den Nationen: gefesselt von einem Netz aus Verträgen, Abhängigkeiten und einer Bürokratie, die in ihrer Selbstverliebtheit längst vergessen hat, wer eigentlich der Souverän ist. Von der UNO-Feindstaatklausel über die Stationierung ausländischer Truppen bis zu den Überbleibseln des Besatzungsrechts – all das zeigt: Die vermeintliche Souveränität der Bundesrepublik ist mehr Theaterstück als Realität.
„Aber wir sind doch souverän“, tönt es aus Berliner Plenarsälen. Wirklich? Warum existieren immer noch US-Militärbasen auf deutschem Boden, als wäre der Kalte Krieg nie zu Ende gegangen? Warum ist Deutschland juristisch bis heute in der absurden Situation, dass alliierte Mächte sich auf alte Besatzungsrechte berufen könnten? Selbst der Zwei-plus-Vier-Vertrag, der angeblich die volle Souveränität brachte, ist durchsetzt mit Fußnoten, die klingen, als hätten sie ein Siegertribunal diktiert.
Artikel 53 und 107 der UNO-Charta führen Deutschland weiterhin als „Feindstaat“. Das bedeutet: Formal könnten die Siegermächte von 1945 militärisch eingreifen, wenn sie nur den Verdacht hätten, dass Deutschland „wieder gefährlich“ geworden sei – ganz ohne UN-Sicherheitsrat. Wer das für Verschwörung hält, soll bitte nachlesen. Es ist schwarz auf weiß notiert, ein juristisches Damoklesschwert, das über uns hängt.
Ein Independence Day – keine Option, sondern Pflicht! Wir brauchen einen Independence Day, weil Selbstbestimmung kein Luxus ist, sondern Grundlage jedes freien Lebens. Ein Tag, an dem wir den schleichenden Kadavergehorsam abschütteln, an dem wir begreifen: Der Staat ist keine heilige Kuh. Brüssel, Washington und die UNO sind keine gottgegebenen Autoritäten. Ein Tag, an dem wir den Vertragsschrott der Vergangenheit feierlich verbrennen und erklären: „Ab heute sprechen wir für uns selbst.“
Es wird kein leichtes Erwachen. Der Deutsche ist dressiert worden, die Stimme der Autorität mit der Stimme der Moral zu verwechseln. Doch wahre Mündigkeit heißt, auch Nein sagen zu können – zu fremden Interessen, zu politischen Relikten, zu jeder Form von Fremdbestimmung. Das ist die Essenz eines echten Independence Day.
Denn Freiheit wird nicht gewährt. Freiheit nimmt man sich.









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